Crime: Memory and Resistance

On 21.05. laden wir euch zu einem besonderen Abend im Experimentierraum ein — einem Raum für Geschichten, Musik, Erinnerung und Austausch.
Eigentlich wird in der Ukraine am 18. Mai der Opfer des Genozids an den Krimtataren gedacht — ein schmerzhafter und zentraler Gedenktag für die krimtatarische Gemeinschaft und für die gesamte Ukraine.
Am 21. Mai, dem Tag der Wyschywanka, verbinden wir diese zwei bedeutenden Daten auf unsere Weise: als Zeichen von Erinnerung, kultureller Stärke und lebendiger ukrainisch-krimtatarischer Identität.
Im Mittelpunkt des Abends steht die Präsentation und Diskussion des Buches von Olena Bogatyrenko: „Was bedeutete Russlands Besetzung der Krim?“ Olena Bogatyrenko stammt von der Krim und widmet ihre Arbeit seit vielen Jahren der Geschichte, Kultur und den Stimmen der ukrainischen Halbinsel. Als Autorin, Herausgeberin und Kulturmanagerin beschäftigt sie sich insbesondere mit der Erinnerung an die russische Besatzung, den Erfahrungen der Menschen aus der Krim sowie der Sichtbarkeit krimtatarischer und ukrainischer Perspektiven. In ihrem Buch versammelt sie die Stimmen von zwölf Frauen, die den Beginn der russischen Besatzung der Krim erlebt haben — persönliche Geschichten über Verlust, Identität, Widerstand und Erinnerung.
Ein besonderes Highlight des Abends ist der musikalische Auftritt von Lenara Osmanova — einer renommierten krimtatarischen Sängerin, Schauspielerin und Aktivistin. Mit traditionellen und emotionalen Liedern bringt sie die Stimme und Seele der Krim auf die Bühne. Zum Abschluss zeigt sie allen Gästen den symbolischen krimtatarischen Tanz „Haytarma – Rückkehr“.Dieser Abend ist keine klassische Buchpräsentation.
Er ist ein Raum zum Zuhören, Fühlen, Erinnern und Zusammenkommen.
Einlass: 18:00 Uhr, Programmbeginn: 18:30 Uhr
